Abendfrei's Ankunft

Beim Chatten sollte Mann nie den Humor verlieren. Abendfrei dachte damals, dass nun Schluss sein musste mit der Humorlosigkeit und er legte seinen zweiten Vornamen Ernst nun ab. Welch richtige Entscheidung, denn ab nun verkehrte er nur noch mit humorvollen Damen, ein echter Filter des Ernsthaften und Melancholischen also. So vagabundierte er ca. ein 3/4 Jahr durch das freie Netz... Und stieß auf so manche frohgelaunte Natur.

 

... jedes Ding hat zwei Seiten und wer das eine will, muß das andere mögen...

 

Wir leben mit beständigen Risiken und wenn du es wagst, mich dort oben auf dem Foto zu küssen, dann gibt es VIELLEICHT einen Knall und vor dir steht der Prinz, den du schon so lange gesucht hast. Vielleicht aber auch nur ein Frosch.

 

Aber, da die Vollkaskogesellschaft ohnehin gerade ihr Leben aushaucht, lernen wir vielleicht wieder, mit Risiken zu leben. Und - wie mein Nick schon sagt: abends habe ich frei... good luck...

 

Abendfrei's Abschied

Es war die Zeit seiner Umtriebigkeit bei Freenet. Vor kurzem wieder im Single-Dasein gelandet, nach einer sehr langen Bindung, hatte er sich nun eingelassen, eher passiv, sie zog an den Seilen, er ließ sich einfach fallen. Sie war der Beginn seiner Lösung vom Alten und deshalb hatte sie eine Bedeutung für sein Leben.

 

17.12.2004.......... Abendfrei will sich verabschieden.

Seine Bestimmung hat sich erfüllt. Er war im kalten Februar gekommen, mit euch die Leichtigkeit des Seins zu leben. Das ist gelungen: 10.000 miles easy going. Viele sind so leicht mitgekommen und er hat euch zahllose Mails geschrieben. Viele schöne Geschichten, Träume und Visionen waren darunter, und so manchen einsamen Abend hat er euch erwärmt.

 

Dann kam die Zeit des chagallhaften Floatens in den

Stunden nun lauer werdender Nächte des Frühlings. Er hat euch in seine Welten mitgenommen, nach Anubien, nach Shloma Raja, nach Glocca Mora. Und hat euch alle gern gehabt, weil er die Menschen liebt...

 

Eine von Euch war seine Dulcinea, aber sie waren wie die Königskinder, das Wasser war wohl doch ein bißchen zu tief.

 

Es war die Signora Brigonte R., sie hat er wirklich gern gehabt und es entspann sich eine wunderbare Spätsommer - Herbstgeschichte und diesmal alles wirklich und so schön lebendig. Es war, als wäre noch einmal der Frühling zurückgekehrt in sein Leben, für ein paar Stunden nur, wie in dem alten russischen Märchen.

 

Aber, als es draußen kalt wurde ist auch die Liebe erfroren...

So ist er allein durch die Gassen gezogen, hat hinter den Fenstern der kalten Stadt Frau UND Mensch gesucht - und doch noch Glück gehabt bei seiner Suche.

 

Nun ist Abendfrei angekommen.

Er ist des Schreibens auch etwas müde geworden und will jetzt wieder etwas mehr REDEN - mit seinem Mund, seinen Augen und seinem Herzen.

 

Kurz vor dem Portal seiner Ankunft gab es noch eine kurze, verlockend-trügerische Seitenstrasse, an deren Ende sich ein Wellnesscenter befand. Doch Abendfrei badet lieber im Freien... Paradiesvögel fängt man nicht ein, sie kommen von allein.

 

Machts gut, alles Glück für euch. Ich wünsche auch euch ein gutes Ankommen...

 

Euer O. Abendfrei